Kinderhaus   Schatzkiste

Unsere Pädagogischen  Ansätze


Situationsorientierter Ansatz

Im Kinderhaus Schatzkiste ist der situationsorientierte Ansatz einer unserer Grundpfeiler. Er setzt beim aktuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes an. Er geht sensibel auf aktuelle Bedürfnisse, Interessen, Themen, Stärken und Schwächen der Kinder ein und kann somit ganz intensiv die Kinder in ihrer Entwicklung beeinflussen. Durch genaue Beobachtung, den Austausch mit den Erziehungsberechtigten und durch den engen Kontakt mit den Kindern kann somit eine individuelle, ganzheitliche alters- und entwicklungsgerechte Bildung und Betreuung ermöglicht werden.

 


Regeln und Rituale

Das Wort Regeln hat oft einen negativen Beigeschmack. In unserer Arbeit dienen Regeln und Rituale der Sicherheit und sind Orientierungshilfe für die Kinder. Sie geben einen Rahmen vor, geben Struktur und Halt. Sie gliedern den Tages-, - Wochen- und Jahresablauf und erleichtern ein reibungsloses soziales Miteinander. Regeln und Rituale bieten den Kindern Geborgenheit und Sicherheit, helfen Entscheidungen zu treffen und sorgen für Gleichberechtigung. Das Kind lernt Verantwortung  zu übernehmen, fördert Rücksichtnahme und Selbstständigkeit. Regeln und Rituale dienen dem Wohl des Kindes.

 


Stammgruppen und gruppenübergreifende Aktivitäten

Jedes Kind ist im Kinderhaus einer festen Gruppe zugehörig. In dieser verbringt es die meiste Zeit des Tages. Hier findet es feste Bezugspersonen, Orientierung, Sicherheit und Rückhalt. Es kennt den strukturierten und ritualisierten Tagesablauf, das Feiern von wiederkehrenden Festen. Die Kinder in der Gruppe sind dem Kind vertraut. Es hat die Möglichkeit, feste Freundschaften aufzubauen und sich frei zu entwickeln. Jedes Kind ist ein wichtiger Teil dieser festen Gruppe und wird mit Wertschätzung angenommen und aufgenommen. Die Kinder können sich in dieser familiären Atmosphäre frei entfalten. Sie können Fähigkeiten und Fertigkeiten erproben und lernen dadurch viel für das soziale Miteinander, wie Kommunikation, Durchsetzungsvermögen und Konfliktmanagement. Die Erziehungsberechtigten haben in den pädagogischen Mitarbeitern der jeweiligen Gruppe ihre festen Ansprechpartner, die sie kompetent über die Entwicklung ihres Kindes informieren können und für Rückfragen zur Verfügung stehen.

 

Um das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl des gesamten Hauses zu fördern, legen wir sehr viel Wert auf gruppenübergreifende Angebote und Aktionen. Deshalb nutzen wir viele Feste im Jahreskreis und organisieren Treffen, in denen alle Kinder des Hauses miteinander in Kontakt kommen können. Des Weiteren werden auch während der Freispielzeit gruppenübergreifende Angebote, wie Basteln, Turnen, Vorschule und vieles mehr organisiert. Dabei lernen die Kinder andere Kinder, das Personal und die Räumlichkeiten im Sinne von erweiterter Umwelt besser kennen. Es entstehen neue Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und neue Freundschaften.

 


Freispiel und geplante Angebote

Das Spiel ist die ursprünglichste und wichtigste Beschäftigungs-, Erfahrungs- und Lernform für Kinder. Es ist eine aktive Auseinandersetzung mit der Welt, bei der alle Sinne ganzheitlich zusammenspielen und das Kind voll konzentriert lernt. Während des Freispiels kann es eigenen Interessen, Bedürfnissen und Phantasien nachgehen und Erlebtes verarbeiten. Die ganzheitliche Entwicklung, die Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Fähigkeiten - wie Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Akzeptanz, Verantwortungsübernahme, Hilfsbereitschaft – sind bedeutende Förderbereiche.

 

Neben der wichtigen Freispielzeit gibt es auch regelmäßig gezielte Angebote, die auf die Bedürfnisse und Interessen der einzelnen Kinder oder der gesamten Gruppe ausgerichtet sind. Hierbei wird häufig der Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen oder Festen im Jahreskreis gesucht. Die Kinder bekommen somit die Gelegenheit, gezielt in kleinen Gruppen Materialien und Räume kennen zu lernen. Ziel ist es, die Basiskompetenzen zu fördern und das Kind in seiner Entwicklung voranzubringen.

 


Partizipation

Partizipation ist die partnerschaftlich-demokratische Teilnahme der Kinder am Kinderhausalltag. Uns ist es wichtig, den Kindern die Chance zu geben, sich mit ihren Ideen, Bedürfnissen und Wünschen und Meinungen einzubringen, für diese auch einzustehen und zu versuchen, sie durchzusetzen. Deshalb achten wir im Alltag, in Gesprächsrunden und in Kinderkonferenzen darauf, dass diese Bedürfnisse der Kinder auch Gehör bekommen und bestmöglich umgesetzt werden. Dadurch fördern wir bei den Kindern die Entwicklung der eigenen Meinung, Kommunikationsregeln, gemeinsames Planen, Durchsetzungsvermögen, Kompromissbereitschaft sowie die Akzeptanz andere Meinungen und Konfliktmanagement.

 


Übergänge begleiten und sicher bewältigen

Transition ist der Fachausdruck für Übergänge. Damit ist eine kritische Lebenssituation gemeint, die für das einzelne Kind zu bewältigen ist (z.B. Eintritt ins Kinderhaus, Übertritt in den Kindergarten, Schulbeginn). Diese Bewältigung beeinflusst maßgeblich die weitere Entwicklung des Kindes. Bei einer guten Bewältigung bringt es das Kind voran, jedoch kann die Entwicklung bei einer schlechten Bewältigung erschwert sein. Aus diesem Grund ist es uns ein großes Anliegen die Kinder individuell so zu begleiten und zu fördern, dass sie die nötige Sicherheit und die nötigen Kompetenzen haben, diesen neuen Lebensabschnitt zu meistern. Hierfür ist es wichtig, die Basiskompetenzen des Kindes zu stärken, im Kind eine gewisse Neugier und Vorfreude auf den kommenden Übergang zu wecken, ihm das Gefühl des sozialen Rückhalts zu geben (du bist nicht alleine) und ihm vertrauenswürdige und sichere Bezugspersonen zu geben, die das Kind liebevoll und fürsorglich auf die neue Situation vorbereiten und es dabei begleiten.

 


Interkulturelle Erziehung

Unter interkultureller Erziehung versteht man die Vorbereitung eines Menschen auf unterschiedliche Kulturen, damit sie sich gegenseitig mit Achtung und Respekt erleben und sich durch kulturelle Begegnungen bereichern können. Unser Ziel ist es, wechselseitige Erfahrungen anzubahnen, damit die Kinder einen Austausch mit den verschiedenen Kulturen und deren Besonderheiten erfahren können. Hierbei lernen die Kinder Toleranz und Akzeptanz, aber auch die Erfahrung, dass Unterschiede eine Bereicherung sein können.

 


Portfolio

Das Portfolio ist eine Form der Sammlung, welche die Entwicklung und Bildung des Kindes dokumentiert. Es werden alle „persönlichen Schätze“ wie Lernerfahrungen, Alltagssituationen, Bilder, Basteleien, Fotos und Interessen des Kindes festgehalten. Dies ist ein wichtiger Baustein für Selbstbildungsprozesse. Das Kind erlebt eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und kann mit anderen Mitmenschen in Dialog treten. Das Portfolio ist eine ressourcenorientierte Dokumentation und ein tolles Erinnerungsstück für die ganze Familie.

 


Beobachtung und Dokumentation

Beobachtung und Dokumentation sind feste Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit. Sie bieten die Grundlage für unsere Arbeit. Sie sind die Vorbereitung auf Elterngespräche und das Planen unseres pädagogischen Tages. Durch Beobachtungen können wir den Entwicklungsstand der Kinder einschätzen und Bildungsprozesse optimal begleiten. Sie hilft uns, Verhaltensweisen, Fähigkeiten und evtl. Defizite zu erkennen (Sismik, Seldak, Kuno Beller).


Impressum | Copyright © 2016. All Rights Reserved by KiGa Schatzkiste Albaching.